Willkommen in „Anderland", respektive im Reich der Sinne. „Wie bitte, was?“ - werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Aber für mehr als 200 Besucher war das am Abend des 14. November keine Frage. Sie waren dabei, bei der von Wolfgang Schilling moderierten Lesung von Ingo Zamperoni aus seinem aktuellen Buch „Anderland“. Die fand in der Abfüllhalle des sächsischen Staatsweinguts Schloss Wackerbarth statt, dem ersten europäischen Erlebnisweingut, das sich als eben dieses „Reich der Sinne“ versteht.

Ein Ort, an dem der Begriff „WeinLese" an diesem Abend auch einen ganz anderen Sinn bekommen hat. Denn unter „Anderland“ versteht Ingo Zamperoni, der Tagesthemen-Moderator und ehemalige USA-Korrespondent der ARD, das unter der Präsidentschaft von Donald Trump sich sehr veränderte Land. Das ihm, dem in Wiesbaden geborenen Sohn deutsch-italienischer Eltern, zur zweiten Heimat geworden ist.

Ingo Zamperoni Bestsidestory AnderlandVon links: Wolfgang Schilling (Bestsidestory), Sonja Schilg (Schloss Wackerbarth), Ingo Zamparoni (Tagesthemen)

Zamperoni ist mit einer Amerikanerin verheiratet, hat drei Kinder, die in beiden Kulturen aufwachsen und jede Menge Fragen. Zu dem, was da passiert ist, in den letzten beiden Jahren unter Trump. Oder auch schon in denen davor. „Denn Trump“ - so Zamperoni im Gespräch mit Wolfgang Schilling -„ist nur das Symptom und nicht die Ursache für die Veränderungen in den USA“. In einem über zweistündigen und immer kurzweiligen Gespräch nahmen die beiden Journalisten ihr Publikum mit auf eine, den Blick weitende und niemals in Einäugigkeit verfallende Reise durch das „Anderland“.